Lexikon

Druckbegriffe einfach erklärt


In unserem Drucklexikon findest Du Erklärungen zu den Fachbegriffen rund um den Druck. Wenn Du einen bestimmten Begriff suchst, dann klicke einfach auf den jeweiligen Buchstaben und schon wirst Du automatisch zum richtigen Buchstaben navigiert.

A       B       C        D        E        F        G        H        I        J        K        L        M        N        O        P        Q        R        S        T        U        V         W        X        Y        Z

A

Ableger

Damit bezeichnet man in der Druckersprache das Übertragen der Farbe auf die Rückseite des nächsten Bogens. Hierdurch tritt eine Verschmutzung des Bilderdrucks auf, welche zumeist durch zu hohen Farbauftrag hervorgerufen wird. Bei zu starkem Ablegen können die Bögen sogar verkleben. Um dies zu verhindern, sollte der Farbauftrag nie höher als 300% sein. Um bei einem zu hohen Farbauftrag oder bei vollflächigen Motiven das Abreiben vom Druck zu vermeiden, empfehlen wir die Verwendung eines Dispersionslack. 

Additive Farben

Bei der additiven Farbmischung wird Licht verschiedener Wellenlängen (und somit Farben) überlagert (addiert). Diese Überlagerung ergibt eine neue Farbe. Aus den drei Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB) können alle anderen Farben gemischt werden. Diese Farben nennt man Lichtfarben.

Affichenpapier

Dieses Papier wird gerne für das Bedrucken von Plakaten genutzt, da es resistenter gegen Nässe ist, als das herkömmliche. Die Rückseite von Affichenpapier ist blau, um Lichtundurchlässigkeit zu gewährleisten und ermöglicht zudem das Überkleben von älteren Plakaten, ohne dass diese sichtbar durchscheinen.

Aliasing

Mit Aliasing bezeichnet man das Auftreten des sogenannten Treppeneffekts, bei niedrig aufgelösten Fotos. Das bedeutet, Kurven und diagonale Linien sehen gezackt aus, ähnlich wie bei einer Treppe.

Altarfalz

Auch Fensterfalz. Dies ist eine Falzart, die man beim Falzen (das Herstellen einer scharfen Knickkante) von Foldern verwendet. Hierunter unterscheidet man zwischen einem offenen und einem geschlossenen Altarfalz.

Andruck

Spricht man über das Andrucken, ist der Probedruck auf der Druckmaschine gemeint. Besonders bei hohen Auflagen oder hochpreisigen Produkten findet dieser Vorgang seine Anwendung. Der Andruck erfolgt vor dem eigentlichen Druck zum Zwecke der Überprüfung der Qualität des Druckergebnisses durch den Kunden. Nicht zu verwechseln mit einem Proof.

Anti-Aliasing

Der Treppeneffekt, der bei Fotos mit niedriger Auflösung auftritt, wird hier durch die farbliche Anpassung von benachbarten Bildpunkten angeglichen (Interpolation). Zusätzliche Pixel werden ergänzt. Diese mischen sich dann mit dem Hintergrund bzw. der Hintergrundfarbe und schwächen so den Treppeneffekt ab und Kurven sehen weniger gezackt aus.

Anschnitt

Mit Anschnitt oder auch Beschnitt ist der Bereich einer Druckdatei gemeint, der über das eigentliche Endformat hinausgeht. Hintergründe/Motive werden in der Druckdatei über den Rand des Endformats hinausgezogen bis zum Datenrand, damit beim späteren Beschnitt kein weißer Rand (Blitzer) entsteht.

Artefakte

Kompressionsartefakte sind digitale Bildstörungen, die sich zum Beispiel bei einer Kompression von JPEG-Dateien in Form von sichtbaren Blöcken äußern. Sprich, wenn die Bilddatei zu stark verkleinert wird, mindert das die Qualität, da zu viele Bildinformationen entfernt wurden.

Auflösung

Die Anzahl der Pixel (Dots) pro Streckeneinheit, gemessen in Inch, wird als Auflösung bezeichnet. Je mehr Pixel auf einem Inch verteilt sind, desto schärfer das Bild. DPI = Dots per Inch.

Ausschießen

Auch digitale Druckbogenmontage genannt. Es ist das Anordnen der einzelnen Seiten eines Druckauftrages innerhalb der Druckbogen, um das Papierformat der Druckmaschine optimal auszunutzen und mehrseitige Produkte so auf dem Druckbogen zu platzieren, dass das Produkt in der Weiterverarbeitung die korrekte Seitenreihenfolge aufweist.

Aussparen

Bedeutet, dass ein unten liegendes grafisches Element im sich überschneidenden Bereich mit einem darüberliegenden Element, an dieser Stelle nicht gedruckt wird. Somit kann die Farbe des oben liegenden Objektes so wiedergegeben werden, wie im Layoutprogramm definiert und Farbvermischungen werden vermieden.

B

Banderolieren

So bezeichnet man das Bündeln von Produkten mit einer Banderole. Man fasst eine bestimmte Anzahl von Druckprodukten zu kleineren Bündeln zusammen, um den Transport oder die Verteilung zu erleichtern.

Beschnittzugabe

Auch Anschnitt genannt. Es ist der Bereich einer Druckdatei gemeint, der über das eigentliche Endformat hinausgeht. Hintergründe/Motive werden in der Druckdatei über den Rand des Endformats hinausgezogen bis zum Datenrand, damit beim späteren Beschnitt kein weißer Rand (Blitzer) entsteht.

Belichtung

Belichtung nennt man den Prozess in der Druckvorstufe, bei dem die Informationen der Druckdaten nach der Rasterung auf die Druckplatte übertragen werden, um eine materielle Bildstruktur zu erzeugen.

Bitmap (BMP)

Bitmap (BMP) ist ein Rastergrafikformat, das zur Speicherung von digitalen Bildern verwendet wird. BMP speichert Bilder als eine Ansammlung von Pixeln, wobei jeder Pixel eine bestimmte Farbe hat. Es wurde ursprünglich von Microsoft und IBM für das Windows-Betriebssystem entwickelt und ist eines der ältesten Bildformate.

Blindprägen

Der Begriff Blindprägen meint das Prägen von Druckprodukten ohne vorherige Verwendung von Farbe. Es lassen sich beispielsweise Schriften, einzelne Motive oder ganze Muster einprägen.

Blitzer

Blitzer nennt man ungewollte weiße Ränder nach dem Beschnitt von Druckprodukten. Dies geschieht, wenn Druckdateien nicht korrekt erstellt wurden (Anschnitt) oder wenn Fehler beim Schneiden passieren.

Broschüren

Mit Broschüren und Katalogen lassen sich viele Informationen als visuelles und haptisches Werbemittel zusammenfassen. Populär sind vor allem Imagebroschüren und Produktkataloge. Bei uns können Sie Ihre Broschüren auf vier verschiedene Arten binden lassen: Klammer-, Ringösenheftung, Klebebindung und Spiralbindung.

Bund

Der Bund bezeichnet den inneren Rand eines doppelseitigen Dokuments, an dem das Dokument gebunden wird. Dieser Bereich ist wichtig für die Bindung und sollte bei der Gestaltung von Druckerzeugnissen berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass der Text nicht im Falz verschwindet. Der Bund ist die Stelle, an der das Druckprodukt gebunden wird.

Bundversatz

Bundversatz ist bedeutungsgleich mit dem Begriff Verdrängung im Druck und beschreibt die Verschiebung im Druck- und Bindeprozess überwiegend bei klammergeheften Produkten wie z.B. Broschüren.

C

CMYK

Die Grundfarben der subtraktiven Farbmischung (Körperfarben) sind Cyan, Magenta und Gelb (Yellow; CMY). Zur Kontrastunterstützung wird im Mehrfarbdruck zusätzlich Schwarz (auch Key genannt) gedruckt. Dies ist der Farbraum in dem Druckprodukte überwiegend produziert werden.

Coated

Mit dem Begriff „coated“ bezeichnet man gestrichene Papiere. Durch das Streichen wird die Papieroberfläche geschlossen und fühlt sich somit glatter an.

Corporate Design

Das Corporate Design beschreibt das gesamte visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens. Damit ist also nicht nur das Logo, sondern auch alle gestalterischen Mittel wie Schriftarten, Farben etc. gemeint. Je konsequenter dieses festgelegte Design verfolgt wird, desto höher ist der Wiedererkennungswert des Unternehmens.

Corporate Identity

Diese Bezeichnung umfasst die gesamte Identität des Unternehmens. Nicht nur Historie, sondern auch Leitbild und diverse Prinzipien stehen für die Corporate Identity. Das Corporate Design ist ebenfalls mit einbegriffen. Sprich, das gesamte Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit: Kommunikation, Verhalten und Design.

D

Dateiformate

In Form von Dateiformaten werden Speicherung und Ausgabe der Dateien festgelegt. Verschiedene Geräte wie Drucker oder auch Bildschirme geben diese unterschiedlich wieder. Sichtbar sind die Formate an der Benennung hinter dem Punkt, wie zum Beispiel .jpeg (digitale Grafiken und Bilder), .tif (Tagged Image File: Pixelformat/Bilddaten), .pdf (Portable Document Format).

Datencheck

Vor dem Druck werden die Druckdateien auf Fehler, wie zum Beispiel zu geringe Auflösung, Format etc. geprüft, sodass diese vorher noch korrigiert werden können.

Digitaldruck

Das Druckbild wird beim Digitaldruck ohne feste Druckform auf den Bedruckstoff aufgebracht. Die teils aufwändigen und kostspieligen Vorbereitungsarbeiten und Einrichtungen erspart man sich somit beim Digitaldruck. Jeder Bogen kann auf diese Weise mit wenig Aufwand anders bedruckt werden. Besonders bei kleinen Auflagen (ab 1 Exemplar) oder personalisierten Dokumenten ist der Digitaldruck das optimale Druckverfahren.

Dispersionslack

Dies ist ein besonderer Lack, der nach dem Drucken auf das Papier aufgetragen wird. Hier kann zwischen matter und glänzender Lackierung gewählt werden. Zudem fungiert der Dispersionslack als eine Art Schutzschicht, um Ableger und Abrieb der Farbe zu verhindern.

DPI

DPI ist die Abkürzung für „Dots per Inch“ und dient als Maßeinheit für Bildauflösungen. Je höher der DPI-Wert, desto besser ist die Qualität des Bildes. Die optimale Druckauflösung beträgt in den meisten Fällen 300dpi.

Druckfarben

Druckfarben sind ein anderer Begriff für alle Farben, die unter den Farbbereich CYMK fallen.

Druckkontrollstreifen

Der Kontrollstreifen wird außerhalb des Endformats des Druckobjektes gedruckt und dient zur Überprüfung farblicher Messwerte, wie zum Beispiel die Farbdichte. Der Messstreifen wird bei vierfarbigen und Sonderfarbdrucken verwendet. Für den Standard Druckjob wird der Druckkontrollstreifen in der Regel nicht benötigt.

Druckvorstufe

Als Druckvorstufe wird der Prozess vor dem eigentlichen Drucken bezeichnet. Das umfasst unter anderem die Korrektur der Druckdaten, die technische Datenprüfung, das Ausschießen sowie die Druckplattenbelichtung.

Druckweiterverarbeitung

In der Druckweiterverarbeitung werden die Druckprodukte geschnitten, gefalzt oder je nach individuellem Kundenwunsch final bearbeitet. Dieser Schritt wird auch als Postpress bezeichnet.

E

Einbetten und Verknüpfen

Bei eingebettetem Bildmaterial wird das Bild mit voller Auflösung in das Dokument kopiert, so nimmt dann allerdings die Größe des Dokuments zu. Eingebettetes Bildmaterial macht aber Ihr Dokument eigenständig und unabhängig. Bei verknüpftem Bildmaterial ist das Bild mit dem Dokument verknüpft, bleibt jedoch von diesem unabhängig, das führt dann zu einer kleineren Dokumentgröße. Verknüpfte Bilder können mit Effekten bearbeitet werden, aber es ist nicht möglich, einzelne Bildkomponenten auszuwählen und zu bearbeiten.

Endformat

Das Datenformat beinhaltet die schon mit eingerechnete Beschnittzugabe (von 2 mm). Das Endformat beschreibt die endgültige Größe, wenn das Dokument auf das richtige Format zugeschnitten worden ist. Die Beschnittzugabe ist notwendig, damit beim Zuschneiden auf das richtige Format keine weißen „Blitzer“ entstehen. Bei Foldern unterscheidet man schließlich noch unter geschlossenem und offenem Endformat. Das geschlossene Endformat ist der zugeklappte Zustand des Folders ohne Beschnittzugabe. Das offene Format somit der geöffnete Zustand des Folders ohne Beschnittzugabe.

F

Fadenheftung

Die Fadenheftung ist eine aufwendige aber auch hochwertige Bindungsart. Der Hardcover Buchrücken wird mittels Faden vernäht und verklebt.

Falzen

Spricht man vom Falzen eines Druckproduktes, dann ist das Knicken des Papieres gemeint. So entstehen mehrere Seiten, ohne dass das Objekt gebunden werden muss.

Farbigkeit

Wenn Du Deinen Druckauftrag konfigurierst, kannst Du meist zwischen verschiedenen Farbigkeiten auswählen. Die Farbigkeit beschreibt, welche Seite mit wie vielen Farben bedruckt wird. Der Farbdruck (4/4c) beschreibt zum Beispiel ein Objekt, welches auf beiden Seiten mit den vier Farben (CMYK) bedruckt wird. (4/0c) bedeutet also, dass nur eine Seite mit vier Farben bedruckt wird. Bei (1/0c) wird lediglich eine Seite mit einer Farbe bedruckt.

Farbmodus

Farbräume sind Farbmodelle, welche die Darstellung von Farben beschreibt. Auf Bildschirmen wird alles im RGB-Farbraum dargestellt, wohingegen Drucker mit dem CMYK-Farbraum arbeiten. Damit die gewünschten Farben, mit denen auf dem Druckergebnis übereinstimmen, müssen die Farbräume entsprechend eingestellt, gestaltet oder gewandelt/ konvertiert werden.

Fensterfalz

Die Fensterfalz ist gleichzusetzen mit der Altarfalz.

Flyer

Als Flyer werden kleine Flugblätter oder auch Handzettel bezeichnet, die nur grade beschnitten sind. Diese bieten die Möglichkeit Informationen oder Werbung übersichtlich und auf kleinem Format in Umlauf zu bringen.

Folder

Auch als Falzflyer/ Faltblatt bekannt. Bezeichnet mehrseitige Druckprodukte, welche maschinell erzeugte Falzkanten besitzen. Folder bieten daher mehr Platz für Informationen als einfache Flyer. Typische Falzarten sind zum Beispiel der Wickel- oder Zick-Zack-Falz.

Font

Fonts bezeichnen digitale Schriftarten inklusive Zahlen und Symbolen. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet es „Schriftsatz“.

FTP

Das File Transfer Protocol wird genutzt, um Dateien zwischen Server und Computer oder im Netzwerk zu übertragen.

G

Gestrichenes Papier

Dieses Papier wird in der Druckbranche oftmals als Bilderdruckpapier bezeichnet. Es besitzt eine glatte Oberfläche (matt oder glänzend) und besticht mit einer hohen Druckqualität. Deswegen werden besonders Grafiken und Fotos bevorzugt auf das gestrichene Papier gedruckt. Hierbei handelt es sich um eine Veredelung, bei der die Papieroberfläche mit einem Bindemittel angestrichen wird im Gegensatz zum ungestrichenen Papier.

Grammatur

Die Grammatur beschreibt das Papiergewicht in Gramm pro Quadratmeter g/m². Für den Vergleich: herkömmliches Kopierpapier wiegt meist 80 g/m². Folder durchschnittlich zwischen 135 und 170 g/m² und Visitenkarten 246 bis 400 g/m²

Greiferkante

Die Greiferkante ist der Bereich (oftmals darf er nicht bedruckt werden), an dem das Papier für die Weiterverarbeitung maschinell gegriffen wird.

H

Haarlinie

Eine Haarlinie ist eine extrem dünne, oft nur schwer erkennbare Linie im Druckbild, die als fehlerhafte oder unangenehme Rand- bzw. Detailkante auftreten kann. Sie resultiert häufig aus sehr dünn angelegten Linien oder Linienstrukturen, die zwischen Farbflächen oder im Übergang zwischen Farben auftreten. Es kann hierbei zu verschiedenen Problemen im Druck kommen.

HKS

HKS-Farben sind vorgemischte, fertige Sonderfarben auch Schmuckfarbe genannt mit speziellen Nuancen, die so im Offsetdruck mit CMYK gar nicht oder nur annähernd hergestellt werden können.

I

ICC-Profil

Es ist eine spezielle Datei, die beschreibt, wie Farben auf einem bestimmten Gerät, wie einem Drucker oder Monitor, dargestellt werden. Es sorgt dafür, dass diese auf verschiedenen Geräten möglichst gleich aussehen. Man kann sich das wie eine Art Farb-Übersetzer vorstellen, der hilft auf den diversen Geräten alles möglichst identisch darzustellen.

Interpolation

Dieser Begriff ist bedeutungsgleich mit Anti-Aliasing.

K

Kaschierung

Als (Folien-)Kaschierung bezeichnet man das Verfahren, einen Druckbogen ein- oder beidseitig mit einer Folie zu beschichten, um das Papier zu schützen. Die Folien gibt es in mehreren Ausführungen, zum Beispiel matt oder glänzend. Dieser Arbeitsschritt zählt zur Weiterverarbeitung.

Klammerheftung

Diese Heftung wird auch Rückendrahtheftung genannt und beschreibt die häufigste Bindungsart von Broschüren und Magazinen mit Klammern am Umschlagrücken.

Klebebindung

Hierbei werden einzelne Seiten mit Klebstoff mit einem Umschlag verbunden. Es wird dabei in zwei verschiedenen Klebstoffen, PUR und Hotmelt unterschieden. Eine Hotmelt-Klebebindung verwendet einen heißen Kleber, der beim Erhitzen schmilzt und die Seiten zusammenhält. Eine PUR-Klebebindung nutzt einen speziellen, sehr starken Klebstoff auf Polyurethan-Basis, der beim Erhitzen ebenfalls schmilzt, aber flexibler und langlebiger ist.

Kombifalz

Man spricht von Kombifalz, wenn bei einem Produkt mehrere Falzarten nacheinander durchgeführt, also kombiniert werden. Zum Beispiel ein Wickel-Kreuz-Falz.

Kompression

Als Kompression bezeichnet man die Reduktion digitaler Daten, sodass diese weniger Speicherkapazität benötigen. Hierbei gibt es unterschiedliche Methoden wie zum Beispiel das Komprimieren in eine ZIP Datei oder auch als JPEG. In diesen beiden Fällen gelingt die Kompression nahe zu ohne Qualitätsverlust.

Konvertierung in Pfade / Zeichenwege

Die Pfad-Konvertierung nutzt man in Gestaltungsprogrammen, wenn man beispielsweise einen Text als Vektorobjekt bearbeiten möchte oder um eine Schrifteinbettung zu umgehen und den Text deshalb in Pfade wandelt. Nach der Konvertierung kann der Text allerdings nicht mehr als solcher bearbeitet werden, sondern nur noch mit einem Vektor-Bearbeitungswerkzeug.

Kreuzbruchfalz

Beim Kreuzbruchfalz wird das Druckprodukt zuerst längs und anschließend quer gefaltet. Dadurch entstehen Brüche in Kreuzform mit vier Bereichen, die eingeklappt werden können. Den Kreuzbruchfalz verwendet man oftmals bei Karten oder Plänen, damit sie handlicher für den Transport werden. Mehr findest Du unter Falzarten.

L

LAB Farbraum

Dieser Farbraum beschreibt alle Farben, die das menschliche Auge wahrnehmen kann. Der Farbraum wird durch drei Komponenten festgelegt. Das „L“ steht für den Helligkeitswert und die beiden Buchstaben „a“ und „b“ beschreiben die Farbinformationen. Der „a“-Kanal steht für Grün und Magenta, „b“ für Blau und Gelb. Die Farben setzen sich hier aus den Informationen dieser drei Kanäle zusammen. Für den Druck wird dieser Farbraum nicht verwendet. Hier werden die Farben überwiegend im CMYK-Farbraum angelegt.

Laufrichtung

Die Papier Laufrichtung bezeichnet die Ausrichtung der Zellstofffasern in Produktionsrichtung. Das entspricht der Richtung, in der das Papier während der Produktion durch die Maschine gelaufen ist. Die Laufrichtung ist wichtig für Druckprodukte, da das Papier in Laufrichtung fester und steifer ist. Würde zum Beispiel bei der Herstellung eines Buches der Fehler gemacht werden, dass die Papierlaufrichtung der Seiten nicht parallel zum Buchrücken verläuft, ließe sich das Buch nicht mehr mit gewohnter Leichtigkeit umblättern.

Layout

So bezeichnet man die Anordnung von Text, Bildern, Farben und Gestaltungselementen auf einer Druckseite, um eine ansprechende, gut lesbare und druckfertige Gestaltung zu erzeugen. Das Layout umfasst Raster, Beschnitt, Sicherheitsbereiche, Typografie und Bildplatzierung, damit Druckprodukte ansprechend wirken.

Leimbindung

Die losen Enden von Blättern für z.B. einen Block werden gemeinsam fest miteinander verleimt, sodass der Block einen stabilen, rahmenlosen Rücken erhält. Der Leim ist so flexibel, dass einzelne Blätter herausgetrennt werden können, ohne dass die restlichen Blätter sich lösen.

Nicht zu verwechseln mit Klebebindungen (z.B. bei Büchern), bei denen es hingegen nicht gedacht ist, einzelne Seiten herauszutrennen.

M

Marginalie

Marginalie ist eine Randnotiz oder Randvermerk in einem Text oder Druckwerk. Also eine kurze Notiz am Seitenrand auf Höhe des Textes auf den sich die Anmerkung bezieht

Mesh Plane

Unsere Mesh Planen nach B1 (Netzvinyl, schwer entflammbar) sind wetterfeste, winddurchlässige PVC Planen mit Lochstruktur für großformatige Werbung im Außenbereich. Oft werden sie für die Werbung an Bauzaungittern benutzt.

Moiré

Rasterpunkte eines farbigen Drucks (CMYK) liegen regelmäßig vor; wenn Muster, Winkel oder Abstände der Rasterpunkte der vier Farben nicht optimal aufeinander abgestimmt sind, erzeugen sich großräumige, wippende Muster (Wellen, Kreise, Zacken) im Druckbild und es wirkt verschleiert.

N

Naturpapier

Ist ein Druckpapier mit ungefärbter, natürlicher Oberfläche. Es wirkt meist hellbraun, cremefarben oder leicht naturfarben und hat oft eine strukturierte Textur. Naturpapier wird ohne chemisch weiße Behandlung hergestellt.

Nummerierung

Sie erfolgen bei uns überwiegend digital und werden direkt im Druckprozess mitgedruckt. Schriftart, -schnitt, -farbe und -größe können vom Kunden mitgeliefert werden. Bei hohen Auflagen ist es aber möglich, dass die Nummerierung nachträglich in der Weiterverbreitung hinzugefügt wird. Hier ist die Auswahl der Optik eingeschränkt, da mit fertigen Druck-Werkzeugen gearbeitet wird.

Nuten

Als Nuten bezeichnet man das v-förmige Heraustrennen von länglichen Stücken aus sehr festem, dicken Papier/Karton. Damit soll das Platzen oder Brechen vom Material beim Falzen vermieden werden. Dünnere Materialien werden gerillt.

Nutzen

In der Drucktechnik wird mit dem Begriff Nutzen die Anzahl an später auszuschneidenden Druckobjekten auf einem Druckbogen bezeichnet. Es können gleiche oder auch unterschiedliche Objekte sein. Absicht ist es, mit mehreren Nutzen pro Bogen kostengünstig zu drucken und den Platz auf dem Bogen optimal auszunutzen.

O

Offenes (End-)Format

Beschreibt das aufgeklappte Format Ihres fertigen, zugeschnitten Produktes (Bsp. Folder/Klappkarte). Das offene Format ist somit größer als das geschlossene/zusammengeklappte Format.

Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein indirektes Druckverfahren, bei dem die Farbe nicht direkt von der Druckplatte auf den zu bedruckenden Stoff (z.B. Papier) aufgetragen wird, sondern die Druckfarbe von der Druckplatte auf ein Trägermaterial - das Gummituch, übertragen und von dort auf das Papier gedruckt wird. Diese Methode wird als „Flachdruckverfahren“ bezeichnet. Durch das Auftragen der Farbe über das elastische Gummituch, können raue Oberflächen problemlos in guter Qualität bedruckt werden.

Offsetpapier

Das Offsetpapier ist ungestrichen und besitzt eine leicht raue Oberfläche, wodurch sie gut beschrieben oder gestempelt werden kann, da das Papier saugfähiger ist. Offsetpapier wird sowohl für Laser- als auch für Inkjet Drucker verwendet.

Opazität

Als Opazität wird die Lichtundurchlässigkeit von Papieren bezeichnet. Je höher diese ist, desto weniger Licht kann hindurchscheinen. Besonders relevant wird die Lichtundurchlässigkeit bei beidseitigem Druck. Wenn zu viel Licht hindurchscheinen kann, sind Texte und Motive auf beiden Seiten nicht gut zu erkennen.

P

Pagina

Pagina (lateinisch) bedeutet Blatt/Seite bzw. im Gebrauch auch oftmals Seitenzahl. Wenn man vom Paginieren spricht, ist die Nummerierung der Seitenzahlen im Dokument gemeint.

Pantone

Das Pantone Matching System (PMS) ist ein Farbsystem, das hauptsächlich in der Druckindustrie eingesetzt wird. Es enthält Sonderfarben, die nicht im herkömmlichen Vierfarbdruck hergestellt werden können. Die Farben sind mit eindeutigen Nummern-Bezeichnungen versehen. Durch diese Nummerierung können die Farben weltweit ausgetauscht werden, ohne auf die individuelle Farbwahrnehmung angewiesen zu sein. Das Erscheinungsbild einer Farbe kann je nach bedrucktem Medium (z. B. Karton oder weißem Papier) variieren, da die Farbrezeptur immer dieselbe ist. Um das Druckergebnis mit einem Farbfächer vorhersagen zu können, wurden für die unterschiedlichen Bedruckstoffe je eigene Farben entwickelt und mit dem Zusatz „C“ für „coated“ (gestrichenes Papier) und „U“ für „uncoated“ (ungestrichenes Papier) gekennzeichnet.

Passermarke

Als Passermarken oder auch Passkreuze werden in Registerfarbe angelegte Druckmarken bezeichnet, welche beim Druck entstandene Verschiebungen der einzelnen Druckplatten offenlegen. Dadurch können Fehler schnell erkannt und Korrekturen vorgenommen werden.

Perforation

Eine Perforation ist eine Durchlochung des Papiers an bestimmten Stellen. Hierdurch wird eine Reiß- bzw. Trennlinie erzeugt, die es einem ermöglicht das Druckprodukt an genau diesen Stellen ohne weitere Hilfsmittel abzutrennen.

Pixel

Ein Pixel (abgeleitet von "Picture Element") ist die kleinste Einheit eines digitalen Bildes. Es repräsentiert einen einzelnen Farbwert auf einem Bild. Zusammen bilden viele Pixel ein Bild; je mehr Pixel ein Bild hat (Auflösung), desto detaillierter wirkt es. Beschrieben wird die Pixeldicht in ppi (pixel per inch) oder dpi (dots per inch).

Plano

Es beschreibt den ungefalzten Zustand von Druckprodukten, wie beispielsweise Folder.

Plattenwechsel

Ein Plattenwechsel im Offsetdruck bedeutet, dass die Druckplatte, die als Druckform dient, aus der Maschine entfernt und durch eine neue oder andere Platte ersetzt wird. Die Platte ist das zweiseitig bedruckbare Element, auf dem das Motiv abgebildet ist. Durch den Wechsel lässt sich ein anderes Farbsystem, eine andere Seite oder ein anderes Motiv drucken, oder auch die Platte erneuern, wenn sie verschlissen oder beschädigt ist. Der Ablauf umfasst typischerweise das Abnehmen der alten Platte, das Reinigen, das Montieren der neuen Platte, das Feinjustieren der Ausrichtung (Bündigkeit) und ggf. eine Kalibrierung der Farbwerte, damit der Druck konsistent weiterläuft.

Postkartenkarton

Bei dem Material Postkartenkarton ist Seite 1 gestrichen (die Bilderseite) und Seite 2 ungestrichen (die beschreibbare Seite).

Postpress (Weiterverarbeitung)

Als Postpress werden die Weiterverarbeitungsschritte nach dem Druck bezeichnet. Hier werden Produkte geschnitten, gefalzt, geleimt, gestanzt, geprägt usw., wodurch sie dann ihr gewünschtes Aussehen erhalten

Preflight

Es ist der Arbeitsschritt, bei dem die Druckdatei vor dem Druck mit einer Software noch einmal kontrolliert wird. Hierbei wird die Ausgabe der Datei zum Drucker simuliert, wodurch mögliche Fehler identifiziert werden können.

Prepress

Der Begriff Prepess umfasst alle Arbeitsschritte, die vor dem eigentlichen Druck ablaufen wie die Gestaltung, Korrektur der Druckdaten, sowie die Vorbereitung der Druckplatten

Proof

Der Proof simuliert die Farbigkeit des endgültigen Druckergebnisses. Hierbei gelten die ISO-Richtlinien für die Einhaltung der Farbwerte. Der Druck erfolgt auf einem separaten Proofdrucker und nicht auf der Druckmaschine.

Prospekte

Ein Prospekt ist ein Werbemittel, welches vorrangig Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens beinhaltet. Bei einem Prospekt mit sehr vielen Seiten spricht man von einem Katalog. Häufig werden Prospekte als Zeitungsbeilage eingesetzt.

Prozessfarben

Im Vierfarbdruck erzeugt man Mischfarben aus den CMYK Grundfarben. Diese Mischfarben werden als Prozessfarben bezeichnet.

Punktzuwachs

Der Begriff „Punktzuwachs“ oder auch „Tonwertzunahme“ bezeichnet den Unterschied zwischen der Rasterpunktgröße auf der Druckplatte und der Größe des Rasterpunktes auf dem Druckergebnis. Um Druckfarbe vom Medium Druckplatte auf den Zwischenspeicher Gummituch zu übertragen wird Druckkraft eingesetzt. Hierdurch kann der ursprünglich gedachte Punkt größer werden. Der Punktzuwachs kann, je nach Bedruckstoff, stark zunehmen.

Q

R

Rasterbild

Ein Bild das aus einzelnen Bildpunkten/Pixeln besteht. Die Bildqualität ist abhängig von Dichte und Größe der Bildpunkte. Bekannte Dateiformate für Rasterbilder sind u.a. JPEG, PNG oder TIFF.

Rasterwinkel

Um Tonwertverläufe in Bildern oder Farbmischungen beim Drucken herzustellen, wird im Druck mit Rasterpunkten gearbeitet. Beim mehrfarbigen Druck werden mehrere Farben (CMYK) neben- und übereinander gedruckt und die Rasterpunkte jeder Farbe erhalten eine bestimmte Rasterwinkelung. Die falsche Rasterwinkelung kann zu einem Moiré (störendes Muster) führen. Dieses störende Muster kann durch die Wahl der richtigen Rasterwinkelung für die einzelnen Farben verhindert werden.

RAL

RAL ist ein europäisches Farbmodell mit Sonderfarben, welches häufig in der Industrie für Anstriche und Lackierungen verwendet wird. Im RAL-Farbmodell sind alle Farben einer Nummer zugeordnet. Dieses Farbmodell ist nicht für den Druck gedacht.

Randabstand

Wichtige Elemente wie Texte, Logos etc. sollten bei den gängigen Druckprodukten (Flyer, Folder, Klappkarten) mindestens 3 mm Sicherheitsabstand zur Schnittkante aufweisen und somit mindestens 5 mm Gesamtrandabstand in der Druckdatei haben. Bei speziellen Druckprodukten wie zum Beispiel Broschüren, Banner, Werbeartikel, Kalender usw. kann produktionsbedingt ein größerer Sicherheitsabstand für wichtige Inhalte erforderlich sein. Damit soll vermieden werden, dass Motive oder Texte an-/abgeschnitten werden oder Grafiken Blitzer nach dem Zuschnitt bekommen.

Recyclingpapier

Recyclingpapier ist Papier, das aus wiederaufbereitetem Altpapier hergestellt wird, statt aus frischer Holzmasse. Dadurch sind diese Papier oft nicht rein weiß. Es ist auf beiden Seiten unbehandelt und beschreibbar und kann auch nach der Nutzung besser recycelt werden als beschichtete/behandelte Papiere.

Relieflack (partiell)

Die Relief-Lackierung zählt zu den Veredelungsvarianten. Durch das gezielte, mehrfache Auftragen von durchsichtigem Lack entsteht ein dreidimensionaler Eindruck der Motive. Diese Lackierung ist nur bei bestimmten Druckprodukten möglich.

RGB - Lichtfarben

RGB steht für das Farbmodell aus Rot, Grün und Blau. Der RGB-Farbraum wird bei digitalen Endgeräten verwendet (Monitore, Kameras, Displays, Scanner etc.). Wenn man die drei Grundfarben übereinander projiziert entsteht Weiß. RGB-Farben selbst sind nicht druckbar und müssen daher umgewandelt werden in Druckfarben.

Ringösenheftung

Ist eine Klammerheftung, bei der die Klammern zusätzlich außen mit kleinen Ösen versehen sind, damit man das Druckprodukt in einen Ordner heften kann.

Rillen

Das Rillen ist eine Weiterverarbeitung, welche besonders bei mittleren Papierdicken angewendet wird, damit das Papier an der Falzungen nicht aufbricht. Bei diesem Vorgang wird das Papier entlang der Falzlinien eingedrückt und die Papierfasern so gedehnt, damit sie flexibel für die Falzung sind und die Fasern nicht reißen. Bei sehr dicken Papieren/Karton wird nicht mehr gerillt, sondern genutet.

Rollenoffset

Im Offsetdruck unterscheidet man zwischen Rollen- und Bogenoffset. Im Rollenoffset werden ganze Papierrollen verarbeitet, wohingegen beim Bogenoffset einzelne Bögen bedruckt werden. Der Rollenoffsetdruck wird bei höherer Auflagenzahl und meist bei leichteren Papieren bevorzugt angewendet. Tageszeitungen werden häufig im Rollenoffsetdruck hergestellt.

Rückenstärke

Mit der Rückenstärke ist die Breite eines gebundenen Buchrückens gemeint. Bei Klebebindungen und Fadenheftungen von Büchern und Broschüren muss auf die richtige Breite geachtet werden. Die korrekte Rückenstärke wird durch die Anzahl der Seiten und das verwendetet Papier errechnet. Ihre passende Rückenstärke im mm kann je nach Produkt durch eine Formel (Anzahl der Inhaltsseiten : 2 x Grammatur Inhalt : 1000) oder individuell von uns ermittelt werden.

Rütteln

Nach dem Druck werden die bedruckten Papiere als Stapel gesammelt und gelangen in den Rüttler. Hier wird der Papierstapel gerüttelt und korrekt ausgerichtet, damit es in richtiger ausgerichteter Position zu den jeweiligen Bearbeitungsstationen gelangt.

S

Satzspiegel

Der Satzspiegel legt in einer Druckdatei den Bereich fest, indem Text und Bilder angelegt werden können. Die Bereiche zwischen Satzspiegel und beispielsweise den äußeren Rändern einer Buchseite werden als Stege bezeichnet.

Schmuckfarben

Eine Schmuckfarbe ist eine speziell angemischte Farbe im Druck, die über das Spektrum der CMYK-Farben hinausgeht. Sie kann metallic, pastell, leuchtend oder mit besonderen Effekten sein oder einfach eine immer gleich bleibende Hausfarbe für eine Firma definieren (Corporate Design). Schmuckfarben werden verwendet, um Akzente zu setzen, Markenbilder zu verstärken oder bestimmte Bereiche hervorzuheben. Sie erfordern häufig eine eigene Druckposition und ggf. zusätzliche Kosten.

Schnittmarken

Sie kennzeichnen die Stellen, an denen das gedruckte Objekt zugeschnitten werden soll. Die feinen Linien befinden sich in der Druckdatei außerhalb des Endformates und werden in professionellen Layoutprogrammen mit einer eigenen Farbe (Passermarken) angelegt.

Schön- und Widerdruck

Diese Begrifflichkeit stammt aus der Papierherstellung. Die schöne Seite ist oben in der Papiermaschine, die unschöne unten (hängende Fasern).

Siebdruck

Dies ist ein Druckverfahren, bei dem eine feinmaschige Siebvorlage (Schablone) benutzt wird, um Farbe nur auf die gewünschten Bildbereiche zu übertragen. Die Farben werden durch das Sieb hindurch auf das zu bedruckende Objekt gedrückt (oft mit einem Rakel). Vorteile: hohe Deckkraft, hält gut auf unregelmäßigen oder unebenem Material; Nachteile: weniger feine Details im Druckbild möglich, längere Rüstzeiten, spezielle Materialanforderungen. Typische Anwendungen: Bekleidung, Verpackungen, Werbemittel.

Spiralbindung

Bei einer Spiralbindung werden die einzelnen Blätter von einer Drahtspirale zusammengehalten. Diese Bindung ermöglich ein angenehmes Aufschlagen der Seiten um 360 Grad.

Subtraktive Farben

Cyan, Magenta und Gelb sind die subtraktiven Grundfarben, auch Körperfarben genannt. Bei der subtraktiven Farbmischung wird die Lichtenergie subtrahiert, dadurch sind die Mischfarben (Körperfarben) immer dunkler als die Ausgangsfarben der Mischung. Durch die Subtraktion (Absorption) von Licht, entsteht durch die Mischung von Cyan, Magenta und Gelb die Farbe Schwarz. Um im professionellen Druck die Farbe Schwarz darzustellen, wird zur Kontrastunterstützung im Mehrfarbendruck Schwarz (auch Key genannt) verwendet, so wird ein zu hoher Farbauftrag, durch die Überlagerung von Cyan, Magenta und Gelb verhindert.

T

Toleranzen

Im Druck gibt es hinsichtlich Farbe, Anschnitt und Falzungen einen festgelegten Wertebereich inwieweit ein Druckprodukt vom ursprünglichen Wert abweichen darf und dabei trotzdem noch eine hohe Qualität aufweist.

Tonwert

Tonwerte beschreiben wie viel Farbe auf einen bestimmten Bereich des Druckbogens im Verhältnis zur Gesamtfläche aufgetragen wurde. Das bedeutet eine unbedruckte Stelle auf dem Bedruckstoff weist einen Tonwert von 0% auf, wohingegen ein voll bedruckter Bereich einen Tonwert von 100% aufweist.

Transparenzen

Wenn Elemente transparent sind, dann sind die unterliegenden Objekte durch das darüberliegende teilweise oder auch ganz sichtbar. Die Transparenz kann dabei in ihrer Stärke in Grafikprogrammen abgestuft werden.

U

Überdrucken

Überdrucken bedeutet, dass eine bzw. mehrere Druckfarben teilweise über eine andere Farbe hinweg gedruckt werden, sodass sich die Farben miteinander verbinden oder die darunterliegende Farbe teilweise sichtbar bleibt. Das Ziel kann sein zum Beispiel Farbtöne durch Farbmischung zu erzeugen oder Randlinien zu sichern. In vielen Fällen wird beim Druck vermieden, dass Text oder feine Linien von einer anderen Farbe überdruckt werden, damit diese klar lesbar bleiben. Für Texte und Schriften wird oft “Nicht überdruckend” gewählt, damit keine unscharfen Kanten entstehen.

Überfüllen

Liegen zwei Farbflächen direkt nebeneinander, dann werden sie für den Druck leicht überlappt, damit kein weißes Papier durchscheinen kann. Beim Überfüllen wird immer der hellere Bereich über den dunkleren gelegt, damit die Farbanmutung möglichst nicht beeinflusst wird.

Umschlagen/Umstülpen

Der Unterschied zwischen Umschlagen und Umstülpen liegt in der Art der Bogenwendung beim Druck/in der Druckmaschine: Beim Umschlagen bleibt die Vorderkante des Bogens (Vorderanlage) gleich, während die Seitenkanten (Seitenanlage) vertauscht werden, was dem Umblättern ähnelt und oft extern passiert. Beim Umstülpen werden die Vorder- und Hinterkanten getauscht, die Seitenkanten bleiben aber gleich, was eine interne Wendung in der Maschine mit Wendetrommeln ermöglicht. Bezogen auf eine Druckdatei mit Vorder- und Rückseite bedeutet umschlagen, dass das Objekt über die seitliche Kante gedreht wird und oben/unten erhalten bleibt. Beim Umstülpen würde man das Layout über die obere/untere Kante drehen und die Seiten links/rechts bleiben gleich.

Uncoated

Diesen Ausdruck verwendet man bei ungestrichenem und unbehandeltem Papier. Im Gegensatz zu gestrichenem Papier, ist hier die Oberfläche rau, die Farbe kann einziehen und ist daher auch gut beschreibbar. Alle Papiere sind vorerst nach der Papierproduktion ungestrichen.

UV-Lack

Der UV-Lack ist eine hochglänzende Veredelung bei Bilderdruckpapier, welcher zusätzlich die Papieroberfläche schützt. Der Lack unterstreicht die Hochwertigkeit und Wirkung bei Farbdrucken. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit nur bestimmte Bereiche des Druckproduktes lackieren zu lassen (partiell). Dies sorgt besonders bei Logos für erhöhte Aufmerksamkeit beim Betrachter und macht beispielsweise Ihre Visitenkarte zu etwas Besonderem.

V

Vektorgrafik

Eine Vektorgrafik besteht aus mathematischen Formen – Linien, Kurven und Flächen – statt aus vielen einzelnen Pixeln. Erstellte Linien, Bögen, Punkten usw., werden von einer Software nur als Formeln dieser Linien gespeichert. Dadurch können die Grafiken beliebig groß oder klein skaliert werden, ohne dass sie unscharf werden. Beispiele für Programme, die Vektordaten erstellen können: Adobe Illustrator, InDesign oder Affinity. Im Gegensatz dazu stehen Pixelgrafiken (z. B. Fotos), die aus vielen einzelnen Bildpunkten bestehen und beim Vergrößern unscharf werden.

Verdrängung / Bundversatz

Begriff für die Verschiebung im Druck- und Bindeprozess überwiegend bei klammergeheften Produkten wie z.B. Broschüren. Texte, die über eine Doppelseite laufen können je nach Umfang des Druckproduktes durch die Wölbung in der Mitte nicht mehr komplett lesbar sein und Texte oder Grafiken, die sehr nah außen am Rand platziert sind können abgeschnitten werden. Den Versatz kann man beim layouten bereits berücksichtigen und berechnen mit der Formel:

 "Anzahl der Inhaltsseiten" : 4 x "Grammatur der Inhaltsseite" : 1000 = X mm.

Veredelung

Durch Veredelungen bekommen Druckprodukte eine besondere und hochwertige Erscheinung und Haptik. Es gibt verschiedene Arten von Veredelungen wie Lackierung, Prägung oder Folienkaschierung. Zusätzlich sind die Produkte durch bestimmte Veredelungen von außen geschützt.

Volltonfarben

Volltonfarben, auch Sonder- oder Schmuckfarben genannt, liefern exakte, vorher festgelegte und bereits angemischte Farbtöne im Gegensatz zu den Prozessfarben (CMYK) bei denen die Farben erst durch Farbmischung erstellt werden. Zu den Volltonfarben zählen auch Effektfarben wie Silber oder Gold. Volltonfarben sind sehr farbstabil und werden deshalb häufig von Firmen als Hausfarbe verwendet.

W

Weißdruck

Der Weißdruck ermöglicht das Drucken von Weißflächen hinter einem Motiv, oder auch über die ganze Fläche. Durch den Weißdruck kann die Farbbrillanz erhöht oder die Durchsichtigkeit verringert werden. Der Weißdruck ist nur mit Sonderfarben möglich, da Weiß keine eigentliche Farbe ist, die aus CMYK gemischt werden kann. Bsp. ein klassischer Tuschkasten hat kein Weiß und lässt sich auch nicht durch Mischen der Farben herstellen.

Weißgrad

Der Weißgrad (Helligkeit) beschreibt, wie hell das Papier im Vergleich zu reinem Weiß wirkt und somit wie hoch die Intensität des Weißanteils im Papier ist. Der Weißanteil kann in verschiedenen Abstufungen vorkommen und hängt vom Material und der Lichtreflexion ab.

Weiterverarbeitung

Druckerzeugnisse können durch Weiterverarbeitungen ihre gewünschte finale Gestalt erhalten. Zur Weiterverarbeitung zählen Falzungen, Stanzungen als auch Veredelungen. Dieser Begriff umfasst alle Bearbeitungsschritte nach dem eigentlichen Druck und vor der Auslieferung.

Wickelfalz

Falzart bei der die Seiten in die gleiche Richtung um eine Seite gewickelt werden. Bei einem Folder mit sechs Seiten spricht man von einem Zweibruch-Wickelfalz, da die Seiten zwei Mal gefaltet worden sind und somit zwei Falzkanten besitzen.

X

Y

Z

Zick-Zack-Falz

Der Zick-Zack-Falz wird auch als Leporello-Falz bezeichnet. Bei dieser Falzart wird das Druckprodukt wechselseitig in verschiedene Richtungen gefaltet, sodass der Folder wie ein Akkordeon geöffnet werden kann.